Selbsterfahrung und Selbstreflexion stellen wichtige Aspekte und Wirkfaktoren für die berufliche Arbeit als angehende Psychotherapeut:innen dar und sind ein wesentlicher Teil der Psychotherapieausbildung. Darin enthalten sind sowohl private Alltagserfahrungen in der aktuellen Lebenssituation, berufliche Selbsterfahrung mit der Zielsetzung, Sicherheit, Routine und Gelassenheit im beruflichen Handeln entwickeln und Reflexion der eigenen Lebensgeschichte. Im Wissen, dass die eigenen Erfahrungen Denken, Fühlen, Verhalten und Handeln im beruflichen Kontext beeinflussen, sind Erkennen und Verstehen all dieser Aspekte der eigenen Person unumgänglich.
Psychotherapeutische Supervision hat den Arbeitszusammenhang und die berufliche Rolle im Fokus. Auch, wenn Aspekte des persönlichen Lebens mit einwirken, geht es hier um Perspektivenentwicklung und Erweiterung der beruflichen Handlungsmöglichkeiten. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Arbeit an eigenen Ressourcen und Selbstfürsorge, um Arbeits- und Privatleben so zu gestalten, dass Erschöpfungszustände abgewendet werden können (Burnoutprävention).
Zielgruppe:
- Ausbildungskandidat:innen/Student:innen der Psychotherapie im 1. Studienabschnitt/Propädeutikum
Settings:
- Einzelselbsterfahrung/-supervision
- Kleingruppenselbsterfahrung/-supervision
- Online-Supervision (nach Vorgaben des Ausbildungsvereins/der Universität)
Ministerielle Supervisionsrichtlinie: https://www.lasf.at/wp-content/uploads/2019/07/Supervisionsrichtlinie_Stand_12.02.2019.pdf